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Berichte - Basisausbildung/Welpen im Landesverband Hamburg

 

DVG Welpenseminar am 12. u 13. März 2011 beim GHSV Ahrensburg

Dreißig aufmerksam zuhörende und schreibende Seminarteilnehmer und ein mit Laptop und Beamer arbeitender Seminarleiter fanden sich im Vereinsheim des GHSV Ahrensburg am 12. u. 13. März diesen Jahres zu einem vom DVG Landesverband Hamburg veranstalteten Sachkundeseminar Welpen-/Junghunde ein.

Vortragender war DVG-Referenten Manfred Höppner (der "nebenbei" auch ein engagierter Botschafter des Projekts "Helfer auf vier Pfoten" ist). Zwei Tage lang (von 10:00 bis ca. 17:00 Uhr!) brachte er die an der Ausbildung in ihren Vereinen beteiligten Sportskollegen aus dem Landesverband durch die Veranstaltung. Dabei zeigte er seinen Zuhörern ein breites Spektrum an unterschiedlichen Wissensgebieten, denn es geht ja bereits bei der Planung des Wurfs los, führt über die Geburt des Welpen, die ersten Lebenstage und die Basis der Erziehung, die ausschlaggebend für das restliche Leben eines jungen Hundes ist.

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Erst gibt es noch interessantere Dinge für Jordi - aber dank ausgefeilter Bespielungstechniken erlangt Uwe die volle Aufmerksamkeit seines Welpen.

Am Samstag wurde das Lernen in unserem Vereinsheim unterbrochen durch praxisnahen Anschauungsunterricht: die gesamte Gruppe beobachtete die Welpengruppe des Vereins. So konnte man gerade Gelerntes gleich in der Praxis beobachten. Danach ging es aber wieder in die "gute Stube ", weiter arbeiten an den theoretischen Grundlagen.

Am Sonntag wurde der ganze Tag lernend verbracht, es gab nur eine kurze Mittagspause, zum Abschluss wurden dann die Fragebögen für die Lernkontrolle verteilt und von allen Anwesenden konzentriert bearbeitet. Nachdem auch der Letzte seinen Bogen abgegeben hat, verabschiedete man sich müde, aber um etliche Erfahrungen reicher, voneinander und trat den Heimweg an.

Einen Dank an den Seminarleiter Manfred Höppner für dieses informative Seminar.

(Geschichte: Mirja Begerow, Text und Gestaltung: Nicola Ladermann)

 

Basisausbildung in Groß Grönau - aber nicht ohne rote Armbinde!

Dies ist nicht der Bericht von einer großen, herausragenden Meisterschaft, denn so etwas hat die Basisausbildung in den Hundesportvereinen gar nicht zu bieten. Basisausbildung, also die Erziehung und Ausbildung der Hunde vom Welpenalter bis hin zur Begleithundprüfung, ist „Tagesgeschäft“. Einmal oder mehrmals in der Woche finden Welpenspielstunden statt, lernen die Junghunde spielerisch die ersten Aufgaben zu lösen, werden Hund und Hundeführer in der Ausbildung zum Team-Test oder VDH-Hundeführerschein zu einer Einheit geformt.

Ein Verein, in dem die Basisausbildung eine maßgebliche, wenn nicht die entscheidende Rolle spielt, ist der HSV Groß Grönau 2000 e.V. im DVG-Landesverband Hamburg. Der Verein ist, wie man unschwer an der Jahreszahl im Vereinsnamen erkennen kann, noch relativ jung, wuchs aber in sehr kurzer Zeit zum zweitgrößten Verein im Landesverband (Mitglieder-Bestand im Nov. 2010: über 400).

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In Groß Grönau gehören zum Bereich Basisausbildung die Welpen- und Junghundstunden, die Team-Ausbildung, die Begleithundausbildung und die allgemeine Gehorsamsausbildung. Damit ist diese Sparte die mit Abstand größte im Verein. Entsprechend hoch ist der organisatorische Aufwand. In Grönau sind 22 Ausbilder in der Basisausbildung tätig. Die Leitung hat der dortige Obmann für Basisausbildung, der Vereinsgründer Günter Wendt. „Die Aufgabe des Obmanns“, so Günter Wendt, „ist nicht nur die Koordinierung der Übungsstunden“. In Groß Grönau finden jedes Jahr zwei Team-Tests mit jeweils 10-20 Teilnehmern, drei Begleithundprüfungen, die beliebte Nachtübung, Vortragsabende und Informationsveranstaltungen statt. Für die Welpen stehen ein großer, teilbarer Übungsplatz und reichlich Geräte und Materialien zur Verfügung.

Entsprechend erfreuen sich die Welpenstunden in Groß Grönau großer Beliebtheit. Es sind stets 40-70 Welpen auf dem Platz. Es hat sich bewährt, die Welpen nach Alter, Größe und Temperament in mehrere Gruppen aufzuteilen. In den einzelnen Gruppe sind üblicherweise zwei Ausbilder anwesend, welche die - im Titel erwähnte - rote Armbinde tragen.
Basisausbildung_in_Groß_Grönau_Junghundgruppe_01

 

Dazu weiß Günter Wendt eine Geschichte zu erzählen: Bei so vielen Welpen sind auch viele Menschen auf dem Welpenspielplatz - und alle reden miteinander oder beobachten die Hunde. Nun trugen die Ausbilder normale Freizeitkleidung - Vereinskleidung war damals nicht Pflicht. Man hatte sich von Seiten des Vereinsvorstandes keine Gedanken dazu gemacht - aber für die Menschen, die zum ersten Mal mit ihren Welpen auf den Platz kamen, waren die Ausbilder gar nicht als solche zu erkennen. Einer beschwerte sich sogar: „Was - nur ein Ausbilder bei so vielen Hunden?!“

Nun gab es Diskussionen, ob der Verein lieber einheitliche Jacken, Westen, T-Shirts oder Mützen anschaffen soll. „Der eine Ausbilder fand das eine Kleidungsstück besser, der nächste das andere, der dritte Ausbilder hatte Angst um seine Frisur“, lacht Günter Wendt. Also habe man sich auf rote Armbinden geeinigt.

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Es ist - naturgemäß - ein Kommen und Gehen in der Basisausbildung. Etliche Teilnehmer der Welpenstunden bleiben weg, wenn der Hund sechs Monate alt ist, doch viele kommen auch zu den Junghundstunden und eine ganze Anzahl bleibt den Verein treu und wechselt in den Bereich Hundesport.

Die Basisarbeit, so Günter Wendt, ist der Schlüssel zum Erfolg im HSV Groß Grönau 2000. Eine gute Basisausbildung sei die beste Mitgliederwerbung; die hohe Mitgliederzahl trage wiederum maßgeblich zum sportlichen Erfolg der anderen Sparten bei. Es besteht also - zumindest in Groß Grönau - die Hoffnung und der Wunsch, dass die Basisausbildung auch in Zukunft aktiv vom DVG unterstützt wird. So wäre es schön, wenn schon bald „Obleute für Basisausbildung“ im Verband und in allen Landesverbänden eingesetzt werden, welche die Vereine mit ihrem Fachwissen unterstützen oder dort Aufbauarbeit leisten.

Andreas Rieschick
OfÖ - LV Hamburg

Geschichte: Andreas Rieschick